Informationen zum Artikel: Man muss schon ein gesundes Maß an Selbstironie aufbringen koennen, um seine Kapelle THE STEREOTYPES zu nennen und diesen Bandnamen dann auch noch zum Programm zu machen. Der musikalische Fundus der Band scheint unbegrenzt. Ohne auch nur in einem Song auf den gehobenen Zeigefinger zu verzichten, der Richtung und Stil vorgibt, gelingt es den fuenf aus San Diego stammenden Jungs ein ungemein intensives und trotz seiner stets praesenten Verweise auf einige der Hoehepunkte der Geschichte des Rock'n'Roll absolut eigenstaendiges Album vorzulegen, das vor allem durch seinen Abwechslungsreichtum und seine charmante, eher unauffaellige Produktion besticht. Die STEREOTYPES sprechen auf eine sehr angenehme Art ein breites Publikum an, ohne sich dies explizit als Ziel vorgegeben zu haben. Sie spielen sich einfach durch nahezu alle erdenklichen Genres der Rock-Musik, ohne dabei ihr Gesicht zu verlieren. Von Garage und Punk ueber Pop und Alternative bis hin zum US College-Rock, von den STOOGES, STROKES und TELEVISION, ueber VELVET UNDERGROUND bis hin zu PAVEMENT finden sich alle Zutaten fuer einen erfolgreichen Einstieg ins "Music Biz" auf dem Album wieder. Glaubwuerdigkeit ist in diesem Fall der Schluessel zum Erfolg. Ein solch wunderbares Scheibchen kann wohl nur dann entstehen, wenn man sich als Musiker nicht allzu ernst nimmt und voellig unverkrampft an die Erschaffung von etwas Großem geht. Ist nur eine Frage der Zeit, bis ein cleverer A&R-Manager sich die STEREOTYPES angelt und zum naechsten großen Hype blaest. Und bis dahin zaehlen wir uns zu den wenigen "Hoerenden", die das Phaenomen THE STEREOTYPES schon in seinen Anfaengen als ueberaus auffallend und besonders zu bewerten wussten, und geben uns dem Gefuehl wohliger Zufriedenheit hin.
|
 |