Informationen zum Artikel: Go out and make it, and do not fake it. It's up to you: Dive in your life! Musik fuer Entdecker: Wer n.o.h.a., die Club-Cosmopoliten aus Cologne, Prague, Gijon, New York und Essen, mit diesem vierten Album nach ,Noise Of Human Art' [1997], ,No Slack' [2001] und ,Next Plateau' [2003] zum ersten Mal hoert, stoesst auf ein musikalisches Spektrum, das enorm ist. Aber auch Kenner der Formation werden ueberrascht sein von ,Dive In Your Life', dem klingenden Resultat zehn schneller Jahre, mit vielen Live-Shows, einem ganzen Stapel 12'-Releases, diversen Umbesetzungen und Neuerfindungen. Die Sounds & Visionen, dieser vitale Mix aus Breakbeats, Drum & Bass, ethnischer Musik, Pop und clubtauglichen Grooves, sind 2007 noch offener, unberechenbarer und experimentierfreudiger ausgefallen. Aber immer wieder weht auch ein Hauch von klassischem Songwriting durch die neuen n.o.h.a.-Tracks. Mit Saengerin Minerva Diaz Perez ist der gute Geschmack von Sehnsucht, die Schoenheit von Traurigkeit ohne Hoffnungslosigkeit, in die aktuellen n.o.h.a.-Songs eingetaucht, und hat ihnen ein ganz eigenes Lebensgefuehl gegeben: den urbanen europaeischen Blues, der zwischen Fado-Tristesse und Electro-Darkness, zwischen Bass-Pulse und einer Handvoll Akkorden explodiert. Saxophonist Philip Noha und Keyboarder Jochen Eickenberg haben die zwoelf neuen Tracks produziert und werden sie mit Drummer Tobias Belker, Bassist Tim Rashid sowie dem New Yorker MC Chevy Headley bei den kommenden Festival-Gigs auch live umsetzen. Wer die Video-Performances auf planet-noha.com erlebt hat, weiss was demnaechst auf flexible, open minded Musikgeniesser zukommt, die den noise.of.human.art in ihr Leben lassen: Groove, Sound, Tiefe, Farbe, Emotion und ganz viele Ueberraschungen. Sei es das akustische Folk-Picking von ,Smell Of Spring' oder die roughe Singlenote-Gitarre im Titel-Track, das John-Coltrane-Riff ueber einem treibenden, duesteren Beat in ,Saxomat', die 70s Fusion-Sounds in ,More Pepper', der skurrile Hook von ,Tu Cafe' oder das mit Powder-Polka-Power startende und zu einem Balkan-Beat mutierende ,Gipsy Valley'. Ein so scharfer Kontrabass wie im Intro von ,Base From Above' wurde seit Eric B. & Rakims ,Don't Sweat The Technique' nicht mehr gespielt, und wenn der naechste Track dann ,No Es Perfecta' heisst, dann ist das pure Ironie, Understatement. Oder doch ein grosses Stueck Selbsterkenntnis? Denn die Musik von n.o.h.a. zeigt permanent auch Ecken, Kanten, unkonventionelle, sich veraendernde Konturen, immer wieder kontrastiert von Schaerfen, die so unterschiedlich ausfallen wie Glassplitter. Und wenn dann ein ganz normaler Song dieses Album ruhig abzuschliessen scheint, wird auch aus ,Lunatica' noch mal ein sehr lebendiges, grosses Live-Monster. Go your own way, forget the old days, do not run away: Dive in your life! n.o.h.a. bleiben unberechenbar.
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